NR Christine Marek: ÖVP ist Garant für verlässliche Bildungspolitik

marek_tuertscherDer Lehrer steht im Mittelpunkt der Schule

 

„Die ÖVP ist in Österreich der Garant für eine verlässliche, beständige und an den tatsächlichen Notwendigkeiten der Gesellschaft orientierten Bildungspolitik“, äußerte sich Christine Marek, die Bildungssprecherin der Bundes-ÖVP, am 4. April in Bregenz vor Lehrern, Direktoren, Personalvertretern und Bildungspolitikern des ÖAAB Vorarlberg. „Wir bekennen uns zu den Prinzipien des differenzierten Systems, das der Verschiedenartigkeit der Kinder und Jugendlichen Rechnung trägt. Wir bilden uns aber nicht ein, dass allein dadurch schlagartig alle Herausforderungen gelöst werden können, lehnen aber eine „gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen“ auch deshalb ab, weil es keine gesicherten Beweise dafür gibt, dass damit irgendetwas besser wird.“

 

„Die ÖVP bekennt sich zum Kindergarten als erster Bildungseinrichtung, zur frühen Sprachförderung (StS Kurz: „Deutsch vor Schuleintritt!“), wir stellen den Lehrer als wichtigstes Element der Schule in den Mittelpunkt – und nicht Struktur- und Organisationsfragen - und treten für eine massive Stärkung der Volksschule ein – in diesem Zusammenhang wird die Vorarlberger Initiative „Rettet die Volksschule“ ausdrücklich begrüßt. Wir sind für einen Ausbau der Ganztagsbetreuung nach den Wünschen der Eltern, ohne diese zu einer speziellen Form der Betreuung zu zwingen, wir treten ausdrücklich für die Sonderschule ein, die eine wichtige Rolle bei der Förderung benachteiligter Jugendlicher spielt; insgesamt ist es auch wichtig, die Eltern verstärkt in Erziehungsfragen einzubinden und auch zu fordern. Wir verlangen den verpflichtenden Ethikunterricht für die Schüler, die sich vom Religionsunterricht abmelden, und zwar ab der 1. Klasse der Volksschule“, erklärte Marek.

 

Bei der „Lehrerbildung neu“ sei es der ÖVP ein Anliegen gewesen, vor allem die Qualität der Ausbildung der Pflichtschullehrer zu heben und diese gleichwertig auf Masterniveau, aber nicht gleichartig, zu gestalten; die Reform baut auf den bestehenden Schularten auf, die Ausbildung der AHS-Lehrer ist auf das achtjährige Gymnasium ausgerichtet. Wer geglaubt hat, man könne im Zuge der Neuorganisation der Lehrerausbildung „durch die Hintertür“ den „gemeinsamen Lehrer der 10- bis 14-Jährigen“ einführen, hat sich getäuscht. Erstmals gebe es bei der Lehrerausbildung ein Auswahlverfahren, um die Qualität sicherzustellen. Parallel dazu müssen natürlich auch die Gehälter angehoben werden, damit sich auch genug geeignete Bewerber für diesen schönen, aber zunehmend schwierigen Beruf, melden.

 

Den Ausführungen von Marek folgte eine ausführliche Diskussion zu den angesprochenen Themen. „Wohltuend wurde die Klarheit der Positionen der ÖVP zu wichtigen bildungspolitischen Fragen empfunden“, betonte Wolfgang Türtscher, der Obmann der ÖAAB-Lehrer Vorarlbergs, abschließend.