ÖAAB-Obmann BR Edgar Mayer: Innovatives Bildungsprogramm der Bundesregierung 2013-2018

mayer„Die Regierungsbildung 2013 war etwas holprig, das Bildungsprogramm der neuen Regierung kann sich jedoch sehen lassen“, erklärt BR Edgar Mayer, der Obmann des Vorarlberger ÖAAB. „Insgesamt gilt“, so Mayer: „Das neue Bildungsprogramm ist innovativ, praxisbezogen, großzügig, differenziert – fördert und unterstützt in gleicher Weise förderungswürdige und begabte Schüler – und hat eine sympathische „Vorarlberger Note“, wenn man das Ausmaß an Frühförderung betrachtet!


Vorrang für Frühförderung
Die Bundesregierung erkennt, dass der Schwerpunkt aller bildungspolitischen Maßnahmen  zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr zu setzen ist, also gilt der Vorrang der Volksschule, der Erhöhung der Betreuungsquote, dem Ausbau der Elementarpädagogik an den Päd. Hochschulen, der frühzeitigen Sprachstandsfeststellung, verpflichtenden sprachlichen Intensivkursen; Vorrang für die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen, Ausbau der ganztätigen Schulformen (in verschränkter und nicht-verschränkter Form) auf freiwilliger Basis mit Aufwertung der Tageseltern, zusätzliche Stundenkontingente in der Schuleingangsphase.

Aufwertung der Lehre
In angenehmer Weise kümmert sich das neue Programm um die duale Ausbildung, anstatt einseitig immer nur die Maturantenquote im Blick zu haben: frühe Berufs- und Bildungswegorientierung durch eine verpflichtende Übung während der gesamten Sekundarstufe I, Aufwertung der Polytechnischen Schule, Verbesserung des Zugangs zu elektronischen Medien, Erhöhung der Durchlässigkeit Schule-Lehre, Fixierung einer gleichen Zahl an Ausbildungsstunden für alle Lehrlinge.

Schulautonomie, Schulpartnerschaft und regionale Spielräume
Viele Entscheidungen fallen dort, wo man das am besten beurteilen kann: Am Schulstandort, in der Region, im Bundesland: schulautonome Leistungsbeschreibung, Berechtigungssprengel, Projekttöpfe, standortübergreifende Stundenpools, Politische Bildung als schulautonomer Pflichtgegenstand, Bundes-Schulpartner-Beirat im Unterrichtsministerium (fünf Jahre von BM Schmied verhindert), die Höhe des sonderpädagogischen Förderbedarfs orientiert sich am tatsächlichen Bedarf, Schulen in freier Trägerschaft für ein alternatives Bildungsangebot werden aufgewertet, Pädagogenbildung neu durch maßgeschneiderte Kooperationen zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen.

Umfangreiche Themenpalette
Auf den ersten Blick fällt auf, dass das Ausmaß der geplanten Maßnahmen äußerst umfangreich ist; so kümmert man sich 2013-18 um folgende 21 Themen:

  • Kinderbetreuung und elementare Bildung
  • Elementarpädagogik stärken
  • Kindergarten als Bildungseinrichtung stärken
  • Übergangsmanagement Kindergarten-Volksschule
  • Schuleingangsphase und Stärkung Volksschulen
  • Berufs-und Bildungswegorientierung
  • Polytechnische Schule PLUS
  • Ausbau ganztätiger Schulformen
  • Stärkung der Schulautonomie
  • Politische Bildung in der Sekundarstufe I
  • Verbesserung des Zugangs zu elektronischen Medien
  • Ausbau der Integrationsklassen, inklusive Bildung
  • Verbesserung Durchlässigkeit Schule-Lehre
  • Gleiche Zahl Ausbildungsstunden Lehrlinge
  • Weiterentwicklung österr. Erwachsenenbildung
  • Stufenplan zur täglichen Bewegungseinheit
  • Schulen in freier Trägerschaft
  • Etablieren der neuen Pädagogenausbildung/regionale Synergien
  • Internationalisierung des österr. Bildungswesens
  • Begabungs- und Begabtenförderung
  • Schulmanagement neu