Direktoren fordern mehr Unterstützungspersonal

voitIm Zusammenhang mit den Berichten über einen Mobbingfall an einem Bregenzer Gymnasium möchten die Direktoren der Vorarlberger Gymnasien eindringlich darauf hinweisen, dass seit Jahren immer wieder ein Ausbau der Unterstützungssysteme an den Schulen gefordert wird.

Mobbing ist tatsächlich ein ernst zu nehmendes Problem, das in vielen Fällen zu großem Leid bei den betroffenen Schüler/innen führt, oft aber nur unzureichend gelöst werden kann, trotz intensiver Anstrengungen der Schulen.  Dazu würde es geschultes Personal in ausreichender Anzahl benötigen bzw. müssten weit mehr Zeitressourcen zur Verfügung gestellt werden, als dies jetzt der Fall ist.


Wenn etwa einer Schule für 800 bis 1000 Schüler/innen ein bis zwei Stunden pro Woche für Hilfestellung in solchen Fällen zugestanden werden, dann ist das einfach viel zu wenig. Nur einem außergewöhnlichen Engagement der „Social Networker“, wie die speziell ausgebildeten Lehrpersonen heißen, aber auch der Klassenvorstände und Lehrer/innen betroffener Klassen ist es zu verdanken, dass in vielen Fällen doch noch befriedigende Ergebnisse erzielt werden können, leider nicht immer.

Von einer zumindest stundenweise Anwesenheit eines Psychologen, einer Psychologin an der Schule  können wir sowieso nur träumen.

Der letzte Woche verkündete Sparkurs im Bildungsbereich hat die Hoffnung auf eine Aufstockung dieser Möglichkeiten wohl endgültig zunichte gemacht. Momentan scheint es, als sei das Problem zwar erkannt, allerdings ist der Staat nicht bereit, die für eine Verbesserung der Situation notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Dir. Klemens Voit
Sprecher AHS-Direktoren Vorarlberg