ÖAAB-Lehrer Wolfgang Türtscher und Andreas Hammerer: Kommts zum Kahlschlag bei Kleinschulen?

„Als Richtgröße mit einer Schwankungsbreite von 10 % für autonome Schul- bzw. Verwaltungseinheiten ist eine Schülerinnen- und Schülerzahl von 200 bis 2.500 anzustreben. Mehrere Standorte (auch schulartenübergreifend) können gemeinsam geleitet werden“, so heißt es im Bildungsprogramm der Bundesregierung auf Seite 9 (Vortrag an den Ministerrat der Bildungsreformkommission). „Das ist mehr als beunruhigend“, sind sich Wolfgang Türtscher, Obmann der ÖAAB-Lehrer in Vorarlberg und Andreas Hammerer, Vizeobmann der ÖAAB-Lehrer in Vorarlberg und Personalvertreter der Pflichtschullehrer/innen, einig. „Das würde heißen, dass etwa 90 % der Vorarlberger Pflichtschulen ihre Selbstständigkeit verlieren und keine/n eigene/n Direktor/in mehr hätten!“
 


„Die Schule gehört ins Dorf“, so Türtscher und Hammerer, „darin sind sich seit Jahren und Jahrzehnten alle Politiker und andere Entscheidungsträger im Land Vorarlberg klar, denen die Stärkung des ländlichen Raumes ein Anliegen ist. Dafür wurde in den letzten Jahrzehnten von der Europäischen Union, dem Bund und vor allem den Ländern auch viel getan – da kann es doch nicht sein, dass 90 % der Vorarlberger Gemeinden Schulen zusammengelegt oder aufgelöst werden!“
 
„Wir rufen die verantwortlichen Politiker dazu auf, diesen Kahlschlag zu verhindern, die Folgen für die Entwicklung der Gemeinden im ländlichen Raum wären unabsehbar“, verlangen Türtscher und Hammerer insbesondere von den Vorarlberger National- und Bundesräten, diese Verschlechterungen für unser Land zu verhindern!