ÖAAB-Lehrer Wolfgang Türtscher und Andreas Hammerer: Kommts zum Kahlschlag bei Kleinschulen?

Irrwitzige Bildungsvorstellungen der OECD!



„Die OECD empfiehlt uns, die Kleinschulen im ländlichen Raum zu schließen, da sie hohe Kosten verursachen. Die OECD versteigt sich dann noch zur Behauptung, dass man damit auch die Qualität verbessere. Dass sie mit diesen „Bildungslegebatterien" die Landflucht antreibt, wenn Kinder ab dem Volksschulalter schon aus ihrem Ort gekarrt werden, interessiert sie nicht, dass nicht wenige Psychologen diese Großeinheiten als für kleinere Kinder ungeeignet sehen, ebenso wenig“, kritisieren Wolfgang Türtscher und Andreas Hammerer von den ÖAAB-Lehrern diese irrwitzigen Bildungspläne.



 

Schon im Bildungsreformpapier der Bundesregierung vom 17. November 2015 hat es geheißen: „Als Richtgröße mit einer Schwankungsbreite von 10 % für autonome Schul- bzw. Verwaltungseinheiten ist eine Schülerinnen- und Schülerzahl von 200 bis 2.500 anzustreben. Mehrere Standorte (auch schulartenübergreifend) können gemeinsam geleitet werden.“ Das würde heißen, dass etwa 90 % der Vorarlberger Pflichtschulen ihre Selbstständigkeit verlieren und keinen eigenen Direktor mehr hätten!“, sind sich Wolfgang Türtscher und Andreas Hammerer von den ÖAAB-Lehrern Vorarlbergs einig.



 

„Die Schule gehört ins Dorf“, so Türtscher und Hammerer, „darin sich seit Jahren und Jahrzehnten alle Politiker und andere Entscheidungsträger klar, denen die Stärkung des ländlichen Raumes ein Anliegen ist. Dafür wurde in den letzten Jahrzehnten von der Europäischen Union, dem Bund und vor allem den Ländern auch viel getan – da kann es doch nicht sein, dass 90 % der Vorarlberger Gemeinen keine eigene Schule mehr haben!“

 



„Wir rufen die verantwortlichen Politiker dazu auf, diesen Kahlschlag zu verhindern, die Folgen für die Entwicklung vor allem von Kleingemeinden im ländlichen Raum wären unabsehbar“, verlangen Türtscher und Hammerer!