Die Mittelschulreformidee geht in die richtige Richtung!

Andreas Hammerer„Die Abkehr von der siebenteiligen Notenskala an den Neuen Mittelschulen ist eine langjährige Forderung von uns Lehrern und bedeutet eine bessere Verständlichkeit, die zu begrüßen ist“, erklärt Andreas Hammerer, der Obmann des größten Lehrervereins in Vorarlberg, CLV (Christlicher Lehrerverein). „Erfreulich ist, dass im Rahmen der Schulautonomie auch “klassenübergreifend lerngruppenspezifische Differenzierungen vorgenommen werden können, um kleinere Lerngruppen zu bilden, die auf das unterschiedliche Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind.“

 

Mehr Entscheidungsfreiheit am Schulstandort ist notwendig!

„Es müssen wieder mehr Entscheidungen am Schulstandort möglich sein“, so Hammerer. „Ob sich eine Schule dazu entschließt Teamteaching zu betreiben oder eher Fördergruppen für verschiedene Leistungsniveaus einrichtet, sollte sie selber entscheiden können. Das wissen die Lehrenden und die Schulleitungen besser als andere – außerdem gelte es, die verschiedenen Lernbedingungen in Stadt und Land zu berücksichtigen! Kurz: Mehr Freiheit für die Schulen!“

„Das sozialpartnerschaftliche Gegenüber wird nicht mehr als Feind und Reformgegner gebrandmarkt“, lobt Hammerer den neuen Arbeitsstil von Minister Faßmann und appelliert gleichzeitig: „Eine Forderung bleibt, dass auf jeden Fall die Ressourcen seitens des Bundes für die Mittelschulen ausgebaut werden müssen, damit der Schultyp seinen Aufgaben auch zukünftig gerecht werden kann. Das Land Vorarlberg kann hier als Vorbild dienen!“

„Lehrerinnen und Lehrer sind stets an wirklichen Verbesserungen interessiert“, hält Hammerer fest, „Leider ist es so, dass sogenannte ‚zeitgeistige Reformen‘ dazu geführt haben, dass die Leistungsbereitschaft ständig nachgelassen hat. Dazu tragen sogenannte ‚Experten‘ nicht unwesentlich bei, wenn sie glauben, die Senkung der Zahl der Klassenwiederholungen würde leistungssteigernd wirken, Hausübungen seien nicht sinnvoll und in heterogenen Gruppen würde man bessere Leistungen erzielen als in homogeneren Gruppen. Gott-sei-Dank kehrt hier ein Umdenken ein – Sachlichkeit, Leistungsorientierung und Praxisbezug sind zu spüren! Wir stehen für einen offenen und zukunftsorientierten Dialog gerne bereit“, meint Hammerer abschließend.