Dir. Herwig Orgler: Wir begrüßen das Pädagogikpaket der Bundesregierung!

Leistungsorientierung wird ausgebaut!

„Wir begrüßen das Pädagogische Paket der Bundesregierung“, so Herwig Orgler, der Vizeobmann der ÖAAB-Lehrer Vorarlbergs. „Das Ziel der Bundesregierung ist es, unsere Kinder bestmöglich auf die Herausforderungen von morgen vorzubereiten. Dafür braucht es ein Bildungssystem, das Kernkompetenzen vermittelt, individuelle Talente fördert, Defizite ausgleicht und für eine weiterführende Bildung sowie die moderne Berufswelt fit macht. Daher setzt die Regierung Maßnahmen, die auf eine umfassende Modernisierung von Volksschule und Neuer Mittelschule abzielen.“

Beurteilung in der Volksschule

In der Volksschule werden bestehende Formen der alternativen Beurteilung und der Benotung durch Ziffern aufeinander abgestimmt. Damit wird die Benotungssystematik insgesamt aufgewertet. Eine alternative Leistungsbeurteilung ist schulautonom bis Ende des ersten Semesters der zweiten Schulstufe möglich, gleichzeitig haben Eltern aber künftig auch ein Anrecht auf eine zusätzliche Benotung durch Ziffern. Ab der zweiten Schulstufen müssen Zeugnisse mit Ziffernoten ausgehändigt werden. „Die Erlaubnis, bis zur 2. Klasse eine alternative Leistungsbeurteilung und darüber hinaus eine ehrliche verbale Beurteilung durchzuführen, begrüßen wir“, so Orgler. „Jeder, der sich auskennt, weiß, dass hinter Noten unterschiedliche Hintergründe stehen. Diese können verbal erläutert werden. Das hat es früher in dieser Durchgängigkeit nicht gegeben“.

Leistungsorientierte Neue Mittelschule

Die NMS soll zur „Mittelschule“ weiterentwickelt werden, die Schüler sowohl auf weiterführende Schulen als auch auf das Berufsleben vorbereitet. Leistungsstarke Schüler werden speziell gefördert. Ab der sechsten Schulstufe werden in Deutsch, Mathematik und der ersten lebenden Fremdsprache zwei Leistungsniveaus ("Standard" und "Standard AHS") mit fünfteiligen Beurteilungsskalen eingeführt.
„Jeder Schüler ist unterschiedlich begabt. Dieser Aspekt muss berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass ein Schüler in Deutsch in der anderen Leistungsstufe sein kann als in Mathematik“, so Orgler.

Freiwilliges 10. Schuljahr an Polytechnischen Schulen

„Das Paket bringt auch die Wiedereinführung eines freiwilligen 10. Schuljahres für jene, die die all-gemeine Schulpflicht an mittleren/höheren Schulen abgeschlossen haben. Das bringt mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem durch zusätzliche Berücksichtigung dualer Ausbildungswege“, freut sich Orgler. „Das ist eine lange Forderung der Polytechnischen Schulen.“